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Fünf Fragen am Fünften – Jänner

Der fünfte ist schon ein paar Tage her, aber ich habe diese Aktion eben erst entdeckt. Und da ich mir spontan vorgenommen habe, meine Spontanität zu üben, habe ich spontan beschlossen einfach mitzumachen: Jeden Monat stellt Lucia Pimpinella 5 Fragen online, die man am 5. des Monats (oder danach 😉 beantwortet.
Nette Sache, regt zum Nachdenken an und lädt ein, den inneren Horizont und die Erinnerungen an das, was man schon lange nicht mehr betrachtet hat, zu erforschen.

1. Wann hast du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?

Ich glaube, das war in den heurigen Rauhnächten. Da waren einige sehr, sehr schräge Traum-Szenarien dabei.
Unter anderem eine, wo ich in Begleitung meiner Mutter und der Tochter einer Freundin in meinem Brautkleid durch eine niederösterreichische Kleinstadt laufe, weil ich vergessen habe, die richtigen Schuhe anzuziehen und im Rennen drauf komme, dass ich zeitgleich mit der Hochzeit noch eine Wanderung geplant habe und dabei realisiere, dass sich das alles mitsammen nicht ausgehen kann, während meine Mutter Schaufenster bummeln will und das Freundinnentöchterchen in ihrem Smartphone versinkt, wodurch ich beide hinter mir herziehen muss und gleichzeitig meinen Wanderteilnehmerinnen und der wartenden Hochzeitsgesellschaft SMS zu schicken versuche … uff.

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Glorious non-fucking Fifty

Den November habe ich mir geschenkt – als ganzes, mit allen 30 Tagen. Ein Geburtsttagsgeschenk mit Therapiewirkung. Dreißig Tage um 50 Jahre zu feiern. Ich denke, dass ist ok.

Aufmerksame MitleserInnen meiner diversen Blogbeiträge quer durchs Web haben es vielleicht mitbekommen: Ich bin seit kurzem ein halbes Jahrhundert alt (siehe Löffelliste auf LieberHerrCrohn).

Und ich finde das super.
No regrets.

Um meiner Geburtstags-Tag-Paranoia eins auszuwischen, habe ich schon lang vor dem Datum eine Feier geplant. Was gut war, denn kurz davor war dann doch Muffensausen mit Frustfieber angesagt und ich hab panisch überlegt, ob ich aus dem geplanten Jubel noch irgendwie mit einer guten Ausrede rauskomme.
Geht nimmer„, haben die gesagt, die mich schon lange kennen, und dabei milde gelächelt. „Du schaffst das, alles gut.“ Na gut, dann eben Augen zu und durch, dachte ich. Und habe sicherheitshalber auf Malta, bei einer wahrlich göttlichen Reise, mit meinen wunderbaren Reisegefährtinnen schon mal vorgefeiert.

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Eierschwammerlnudeln a la Sommerfrische

Während andere in den Süden ziehen, geht unsere Sommerreise meist ins Kühle – Sommerfrische ist das Thema.

Sommerfrische – das ist so ein wunderbares, nostalgisches und alles beschreibendes Wort! Raus aus der heißen Alltagsumgebung, hinauf in die Berge, rein in die Täler, egal ob steirisch, kärntnerisch, oberösterreichisch, tirolerisch … egal, Hauptsache man überschreitet eine bestimmte Klima- oder Höhengrenze, aber der sich die Sommerglut der Ebene speziell in den frühen Morgen- und Abendstunden und ganz besonders in der Nacht verabschiedet. Es geht dahin, wo es kühl wird, ohne winterkalt zu werden. Die Lebensgeister atmen auf.

Die klassichen Sommerfrischetätigkeiten sind naturgemäß Wandern, Spazieren gehen, in Naturseen baden oder – für besonders Wagemutige – ein Plantsch in einem der eisigen Gebirgsbäche (I´m loving it!). Dann kommen noch Sonnenaufgänge in Gebirgslandschaft dazu, wofür man grausam früh aufstehen muss. Chilliger sind da schon die Sonnenuntergänge, die man in gemütlicher Gesellschaft und mit einem Veilchenspritzer auf einer Terrasse genießt (mein Favorit ist hier das Mühlviertel, nirgends sind die Sonnenuntergänge dramatischer in der Farbgebung!).

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Situativer BuBaBuKu

Auch die nächste Köstlichkeit meiner Sommerrezepte ist ein „Geschenk“  und flott gemacht:

Buchbacher Buchweizenkuchen a la Ingrid

Dieses xunde, gschmackige und vielseitige Rezept verdanke ich meiner lieben Freundin Ingrid. Beim Wolle färben in ihrem Garten ergaben sich ein paar Wartezeiten, die mit allerlei Genusstätigkeiten gefüllt wurden: Einem köstlichen Mittagessen (vom lieben Herrn Kurt vortrefflichst zubereitet!), vielen tiefsinnigen und sehr heiteren Gedanken und nachmittags musste Kuchen auf den Tisch – den hat Ingrid dann so nebenbei aus dem Handgelenk geschüttelt (das bitte nicht praktisch zu verstehen, ein Handmixer oder eine Küchenmaschine sind betreff Zubereitung sehr empfehlenswert )

Am Wollfärbesamstag gab es die Buchweizen-Apfel-Version. Man kann die Köstlichkeit aber auch solo (=ohne Früchte), mit anderem Mehl, anderem Obst machen und hat so ein gutes Grundrezept, dass immer wieder anders schmeckt, saisonal, nach Lust und Laune, was sich gerade so ergibt – eben situativ 🙂

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Waltrauds wunderbarer Marillenkuchen

Wonach schmeckt der Sommer?

 … Karfiol mit Butterbrösel – Marthas g´füllte Paprika, mit Paradeissoße und heurigen Erdäpfeln – selbstgemachtes Erdbeereis – Zucchinikuchen mit Zimt oder Zucchinischeiben mit Parmesan … und natürlich Marillen in jedweder Form: Marmelade, Knödel, Kuchen …

Der Sommer duftet bei uns nach Rosen, Heu, Föhrenharz und diesem unbeschreiblichen Geruch, den die Hitze am Land hervorruft. Dann und wann kracht es, ein Gewitter geht nieder, wandelt sich in Sommerregen und der Duft, der danach über allem liegt ist – unbeschreiblich.

Das sind Genusstage und das Essen muss nun leicht sein – leicht zubereitet, leicht gegessen und leicht verdaut.

In früheren Zeiten sorgten Tanten und Omas für Gemüsessuppen, Marillenknödel, Reiberdatschi und andere Sommerköstlichkeiten.
In aktuellen Zeiten greift Frau notgedrungen selbst zum Kochlöffel – und hält inne: Wie ging das nochmal mit den grünen Paprika, deren Fülle so köstlich und deren Hülle so ungeliebt war? Und was ist das Geheimnis beim saftigen Marillenkuchen? Wo steht das, wenn selbst Tante Google ratlos ist?

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Badesalz – flundernplatt -Lehrmeister

An Tagen, wo man vom Schmerz so niedergedrückt wird, dass man sich völlig geplättet, um nicht zu sagen: flunderflach*, fühlt, hilft eine Prise Lavendel-Badesalz. Einfach daran riechen und schon kommen aus dem Stammhirn die Sommertage in die Wahrnehmung geflogen.
Noch besser aber ist das Eintauchen in diese Lavendelsalzgeruchserinnerung: Bis zum Hals im heissen Bad versinken, Augen zu, tief einatmen, ganz langsam ausatmen und mit Glück beginnt sich der Schmerz in lavendelfarbene Sommerwolken aufzulösen.

Das Leben ist manchmal ein verbitterter Lehrmeister. Doch als die Evolution die Erinnerung erfand, hat sie uns auch die Möglichkeit geschenkt, in vergangenen Wohlgenuss neu einzutauchen.
Man nutzt diese Funktion nur leider viel zu selten.

Flunderflachsagt man hier bei uns, wenn man im Norden flundernplatt meint. Aber viel wichtiger zu wissen ist ja, dass die Flunder als Kaulquappe die Augen auf beiden Seiten des Kopfes hat und diese erst im Laufe ihrer Entwicklung zur Flachflunder auf eine Seite wandern (LINK).

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