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Kellerdurchbruch – hermetisch – brandschatzen

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Es bricht immer wieder durch. Da kann man noch so dicke Mauern bauen, jeden Durchgang und jede Lücke hermetisch versiegeln – es bricht immer wieder aus einem hervor und je mehr man versucht es einzusperren, umso heftiger wird es.
Da helfen keine Urschrei-Seminare, kein 1000faches Ohm, kein Wegbeten oder Ausräuchern, kein Trommeln, kein Singen, kein Tanzen oder Hare Krischna-Jodeln.

feuer4Es will raus aus seinem Verlies im Keller, mit aller Kraft, die es in sich trägt, und brandschatzen auf der leergedüngten Wiese aufgeklärter, künstlicher Gelassenheit, die wir uns gesellschaftlich haben aufdrängen lassen.

„Ich habe keine negativen Emotionen!“, schreit das, mit Gewalt oder bewusst erweiterte, Ober-Ich und meint, mit dem Negieren hat es das letzte Schlupfloch versiegelt und ab nun ist alles nur noch eitel Sonne, Wonne, Glück und Friedlichkeit.

feuer3Hämisch kichert es laut aus den unteren Tiefen des Bewusstseins und mit einem grollenden Lachen springt das Weggesperrte just dann hervor, wenn der Zeitpunkt absolut unpassend ist und man nie im Leben mit so einem Kellerdurchbruch gerechnet hätte.

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Verlustieren – Kramladen – Angst

RitterinAussee

Und dann war da noch die immer vorherrschende Angst, beim Verlustieren im Kramladen was zu finden, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es sofort haben muss und natürlich auch u.n.b.e.d.i.n.g.t. brauche.

Was dann dazu führt, dass ich selbst einen Kramladen üppig befüllen könnte und so anderen Angst beim Verlustieren machen könnte. Sofern die überhaupt wissen, was das ist – Verlustieren.
Da steckt die LUST drin und darum gehts: Das etwas, was man tut, Lust-Spaß-Freude-Genuss bereitet, man aber nicht a priori lustig oder freudig ist, sondern zum Beispiel ohne Sinn suchen zu wollen, herumflaniert und dabei dieses gewisse Schmetterlingsgefühl im Bauchnabel spürt.
Wie das eben passieren kann, beim Rumstromern in einem vollgestopften Zeugs-Geschäft, wo vielleicht lauter Sachen zu finden sind, die nicht immer einen Sinn, aber dafür umso mehr Lustigkeit und Freude intus haben.

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Pusteblume – Käsehobel – Versteigern

Ettuede_Pusteblume

Neulich, als ich traumverloren und schlafmüd durch die Wiese hinterm Haus stiefelt, stolperte ich über den Käsehobel, den das Hundemädchen aus unerfindlichen Gründen hierher verfrachtet hatte.
Ettuede_WieseDas Stolpern steigerte sich sehr ungraziös ins Fallen, was gleichermaßen meiner Müdigkeit, als auch der nimmermüden Schwerkraft zu verdanken war.

Einer gütigen Fügung verdankte ich dann aber eine relativ sanfte Landung im Wiesengrün. Lediglich die Nase versank im Löwenzahn.
Und als es mir nießend dämmerte, warum das weiße Altersköpfchen des Löwenzahns auch Pusteblume genannt wurde, überlegten meine dritten Gedanken schon, ob es sich wohl lohnen würde, den vermaledeiten Käsehobel um des Weltfriedens willen im Internet zu versteigern.

Ettuede_FannyWas das Hundemädel wenig, die Pusteblume und mich aber sehr viel friedlicher stimmen würde.
Andererseits: Immerhin hatten meine Gedanken und mein Gleichgewichtssinn gleichermaßen etwas Spontanes zu tun und wer weiß, ob mir da nicht vielleicht doch Madame Karma zusätzlich ein Bein gestellt hat.

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ICE: Bitterschokolade

Chocolate Understands

Wenn der Nebel aus deinem Inneren kriecht
Sich die Sonne versteckt
und ganz verschreckt
nicht mehr hervorkommen mag

Wenn die Lebenslast sich auf einmal entlädt
Dein Kopf blockiert,
die Kraft krepiert
und das Lächeln flieht aus dem Tag

Wenn die Laune sich tiefschwarz verfärbt
die Hoffnung dir stirbt
dein Mut sich verliert
und dein Glaube die Last nicht erträgt

Just In Case of Emergency:
hab Bitterschokolade dabei.
Macht nicht glücklich, Macht nicht high

Aber rebootet das System
und manchmal, mit Glück,
Stück für Stück
scheint dann die Sonne
vielleicht wieder schön.

‚cause:
Chocolate doesn’t ask silly questions.
Chocolate understands.
And this little bitter in the sweet
Is just what you actually need.

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9 Monate

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Gestern, am 26.2. waren es neun Monate.
Solange dauert es ein Kind gut auszutragen. Ich hab mir damals ein paar Tage länger Zeit gelassen. Winzig war ich dennoch. Egal, weil wachsen kann man ja auch später.

Neun Monate sind vergangen, seit diesem Tag im Mai, Christi Himmelfahrt, und der Tag war noch sehr jung. Kurz nach Mitternacht hat der Monitor diese grauenvolle gerade grüne Linie gezeigt und damit das bestätigt, was ich schon vorher gespürt habe … das sie nun gegangen ist, fort, ganz weg und für immer. „Erlöst„, sagt man so schön.

Neun Tage hat dieser Weg gedauert, von dem Moment an, wo sie in ihrem geliebten Garten zusammengebrochen ist. Eine Hirnblutung, die „böse“ Schwester des Schlaganfalls, wie man uns im Spital erklärte. Zwischen hektischen MRs, CTs und allerlei anderen Untersuchungen, während der sie mit einem bemüht tapferen Lächeln versucht hat, den Ernst der Lage für uns leichter zu machen. Wohl wissend, was das alles bedeutet.

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Ein Buchstabe, große Wirkung

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Neulich, beim Gedankenspinnen, kam da die Diskussion auf Worte und was ein Buchstabe oft für Änderung bewirkt.
Stimmt, dachte ich, ein Buchstabe kann ein ganzes Leben verwandeln. Zum Beispiel der Buchstabe i im Wort Leben. Kommt noch besser, wenn man ein Doppel-I hat 😉

Ich finde, jeder braucht ein i in seinem Leben. Hast du eins?

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