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Eierschwammerlnudeln a la Sommerfrische

Während andere in den Süden ziehen, geht unsere Sommerreise meist ins Kühle – Sommerfrische ist das Thema.

Sommerfrische – das ist so ein wunderbares, nostalgisches und alles beschreibendes Wort! Raus aus der heißen Alltagsumgebung, hinauf in die Berge, rein in die Täler, egal ob steirisch, kärntnerisch, oberösterreichisch, tirolerisch … egal, Hauptsache man überschreitet eine bestimmte Klima- oder Höhengrenze, aber der sich die Sommerglut der Ebene speziell in den frühen Morgen- und Abendstunden und ganz besonders in der Nacht verabschiedet. Es geht dahin, wo es kühl wird, ohne winterkalt zu werden. Die Lebensgeister atmen auf.

Die klassichen Sommerfrischetätigkeiten sind naturgemäß Wandern, Spazieren gehen, in Naturseen baden oder – für besonders Wagemutige – ein Plantsch in einem der eisigen Gebirgsbäche (I´m loving it!). Dann kommen noch Sonnenaufgänge in Gebirgslandschaft dazu, wofür man grausam früh aufstehen muss. Chilliger sind da schon die Sonnenuntergänge, die man in gemütlicher Gesellschaft und mit einem Veilchenspritzer auf einer Terrasse genießt (mein Favorit ist hier das Mühlviertel, nirgends sind die Sonnenuntergänge dramatischer in der Farbgebung!).

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Situativer BuBaBuKu

Auch die nächste Köstlichkeit meiner Sommerrezepte ist ein „Geschenk“  und flott gemacht:

Buchbacher Buchweizenkuchen a la Ingrid

Dieses xunde, gschmackige und vielseitige Rezept verdanke ich meiner lieben Freundin Ingrid. Beim Wolle färben in ihrem Garten ergaben sich ein paar Wartezeiten, die mit allerlei Genusstätigkeiten gefüllt wurden: Einem köstlichen Mittagessen (vom lieben Herrn Kurt vortrefflichst zubereitet!), vielen tiefsinnigen und sehr heiteren Gedanken und nachmittags musste Kuchen auf den Tisch – den hat Ingrid dann so nebenbei aus dem Handgelenk geschüttelt (das bitte nicht praktisch zu verstehen, ein Handmixer oder eine Küchenmaschine sind betreff Zubereitung sehr empfehlenswert )

Am Wollfärbesamstag gab es die Buchweizen-Apfel-Version. Man kann die Köstlichkeit aber auch solo (=ohne Früchte), mit anderem Mehl, anderem Obst machen und hat so ein gutes Grundrezept, dass immer wieder anders schmeckt, saisonal, nach Lust und Laune, was sich gerade so ergibt – eben situativ 🙂

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Waltrauds wunderbarer Marillenkuchen

Wonach schmeckt der Sommer?

 … Karfiol mit Butterbrösel – Marthas g´füllte Paprika, mit Paradeissoße und heurigen Erdäpfeln – selbstgemachtes Erdbeereis – Zucchinikuchen mit Zimt oder Zucchinischeiben mit Parmesan … und natürlich Marillen in jedweder Form: Marmelade, Knödel, Kuchen …

Der Sommer duftet bei uns nach Rosen, Heu, Föhrenharz und diesem unbeschreiblichen Geruch, den die Hitze am Land hervorruft. Dann und wann kracht es, ein Gewitter geht nieder, wandelt sich in Sommerregen und der Duft, der danach über allem liegt ist – unbeschreiblich.

Das sind Genusstage und das Essen muss nun leicht sein – leicht zubereitet, leicht gegessen und leicht verdaut.

In früheren Zeiten sorgten Tanten und Omas für Gemüsessuppen, Marillenknödel, Reiberdatschi und andere Sommerköstlichkeiten.
In aktuellen Zeiten greift Frau notgedrungen selbst zum Kochlöffel – und hält inne: Wie ging das nochmal mit den grünen Paprika, deren Fülle so köstlich und deren Hülle so ungeliebt war? Und was ist das Geheimnis beim saftigen Marillenkuchen? Wo steht das, wenn selbst Tante Google ratlos ist?

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Ode an meinen Porridge

Oder: Haferbrei macht nicht nur sexy, sondern auch glücklich

„Neulich, als ich eben die hauseigenen Nüsse geknackt habe, um sie zu den sorgfältige geachtelten Bio-Pflaumen in die Schüssel zu geben, während am Herd mein Porridge langsam und liebevoll vor sich hinschmurgelte …“

… fiel mir dieser grauenvoll schnulzige Satz ein 😉

Ich liebe Porridge und das erstaunt mich selbst immer wieder. Mag sein, dass man gewisse Nahrungsmittelvorlieben erst in späteren Zeiten, mit mehr Jahren im Kreuz, entwickelt. Den englischen Haferbrei habe ich vor einigen Monaten in Irland für mich (wieder)entdeckt. Da, wo ich schon als Kind mit der Vorliebe für Cornflakes und gesalzenen Toast infiziert wurde.

Generell sind meine Nahrungsgewohnheiten in Summe wenig europäisch. Meine Bauchnerven sind eher auf die Inselkost geeicht und ich steh dazu, dass ich Chips´n Vinegar köstlich finde. Aber aus Rücksicht auf meine Mitmenschen dann doch eher unterlasse. (obwohls im Grunde genommen nicht viel anders als wie Erdäpflsalat schmeckt, nur ohne Zwiebel und wärmer)