#webseidank für das Spannleintuchvideo

Bei Annette Schwindt gab es eine Blogparade zum Thema „Was hat das Web Dir Gutes gebracht?„, kurz #webseidank. Die ist schon länger vorbei und ich habs verpasst hatte keine Idee war mit dem Leben und anderen Kleinigkeiten beschäftigt. Doch dieser Tage ist mir etwas eingefallen, wofür ich dem Internet, dieser verrückten, irren, wunderlandesken Wolke dankbar bin: Ich weiß dank seiner, wie man Spannleintücher zusammenlegt. Und zwar so, dass kein undefinierbarer Stoffklumpen daraus wird.

How To Fold A Fitted Sheet With Elastic

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Nicht viel? Zu wenig glamourös? Zu bieder und überhaupt: Wer braucht das, weil eh wurscht?

Let me explain that for you:

Dieses Video ist für mich die bekömmliche Essenz dessen, was das Internet kann: Antworten auf Fragen liefern, die man sich noch nicht mal ansatzweise gestellt hat und einem damit das Gefühl zu geben, die eigene Welt ein Stückchen besser in Ordnung halten zu können.
Zum Beispiel mit einem ordentlich gefalteten Spannleintuch.
Yes.

Weil das zwar stockbieder klingt, aber dann doch Sinn macht.
Man kann auch mit Stoffklumpen im Kasten gut leben.
Stört niemanden, machen geschätzt 80-97 % aller anderen auch so.
Aber wenn einem dann einmal wer zeigt, wie man etwas anders, im Sinne von besser, machen kann, dann passiert dieses urtümliche Ding, das die Welt am Laufen hält und das man mystisch EVOLUTION nennt.
Man entwickelt sich weiter, in dem man eine Fähigkeit optimiert und so verändert, dass man von einem Upgrade sprechen kann. Spannleintuch 2.0 in dem Fall.
Der Stoffklumpen, der niemanden gestört hat, der den Lauf der Welt nicht veränderte und bis zum nächsten Betten überziehen unbeachtet, ungesehen im Kasten klumpte, wird zu einem sauber gefalteten Stück namens „Ich hab das Chaos ausgetrickst„. Frei nach dem Motto: Be the change you want to see in the world. 

Alles was man wissen will-muss-kann-soll: das Internet liefert es.

Wer eine Frage hat, egal welche, fragt heute nicht mehr im Familien- oder Freundeskreis zuerst, sondern bei Tante Google. Und wer keine Fragen hat, sondern einfach nur drauflos surft, bekommt mitunter eben Antworten geliefert, für die man sich erst noch Fragen ausdenken muss bzw. wird spontan in seiner Entwicklung angeschubbst.

Ich wage mal zu behaupten, dass der mehr als die Hälfte der Infos im Web Stuss, sinnlos und frei erfunden ist. Dazwischen sind dann wahre Kerne, wichtige Dinge und hilfreiche Informationen verteilt. Und wir Menschen, die wir uns vor noch nicht allzulanger Zeit vom Affen haben scheiden lassen (und wo nach wie vor verhandelt wird, wer da weg aus der Erblinie wollte) sind mit aufgerufen, uns in diesem Riesenwurstkessel an Bits und Bytes reflektierend umzusehen. Doch die Fähigkeit Schmarrn von Hirnverbranntem, Nützliches von Falschem und Gutes im Vielen zu entdecken, mussten und müssen wir großteils erst entwickeln.

Man kann über das Spanleintuchfalt-Video hinwegsehen, es belächeln oder gar entrüstet ablehnen. Ist vollkommen egal. Es ist nur (m)ein Symbol für das, was einem das Web Gutes geben kann, ohne dass Schaden daraus entsteht.

#webseidank