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Situativer BuBaBuKu

Auch die nächste Köstlichkeit meiner Sommerrezepte ist ein „Geschenk“  und flott gemacht:

Buchbacher Buchweizenkuchen a la Ingrid

Dieses xunde, gschmackige und vielseitige Rezept verdanke ich meiner lieben Freundin Ingrid. Beim Wolle färben in ihrem Garten ergaben sich ein paar Wartezeiten, die mit allerlei Genusstätigkeiten gefüllt wurden: Einem köstlichen Mittagessen (vom lieben Herrn Kurt vortrefflichst zubereitet!), vielen tiefsinnigen und sehr heiteren Gedanken und nachmittags musste Kuchen auf den Tisch – den hat Ingrid dann so nebenbei aus dem Handgelenk geschüttelt (das bitte nicht praktisch zu verstehen, ein Handmixer oder eine Küchenmaschine sind betreff Zubereitung sehr empfehlenswert )

Am Wollfärbesamstag gab es die Buchweizen-Apfel-Version. Man kann die Köstlichkeit aber auch solo (=ohne Früchte), mit anderem Mehl, anderem Obst machen und hat so ein gutes Grundrezept, dass immer wieder anders schmeckt, saisonal, nach Lust und Laune, was sich gerade so ergibt – eben situativ 🙂

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Waltrauds wunderbarer Marillenkuchen

Wonach schmeckt der Sommer?

 … Karfiol mit Butterbrösel – Marthas g´füllte Paprika, mit Paradeissoße und heurigen Erdäpfeln – selbstgemachtes Erdbeereis – Zucchinikuchen mit Zimt oder Zucchinischeiben mit Parmesan … und natürlich Marillen in jedweder Form: Marmelade, Knödel, Kuchen …

Der Sommer duftet bei uns nach Rosen, Heu, Föhrenharz und diesem unbeschreiblichen Geruch, den die Hitze am Land hervorruft. Dann und wann kracht es, ein Gewitter geht nieder, wandelt sich in Sommerregen und der Duft, der danach über allem liegt ist – unbeschreiblich.

Das sind Genusstage und das Essen muss nun leicht sein – leicht zubereitet, leicht gegessen und leicht verdaut.

In früheren Zeiten sorgten Tanten und Omas für Gemüsessuppen, Marillenknödel, Reiberdatschi und andere Sommerköstlichkeiten.
In aktuellen Zeiten greift Frau notgedrungen selbst zum Kochlöffel – und hält inne: Wie ging das nochmal mit den grünen Paprika, deren Fülle so köstlich und deren Hülle so ungeliebt war? Und was ist das Geheimnis beim saftigen Marillenkuchen? Wo steht das, wenn selbst Tante Google ratlos ist?

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Badesalz – flundernplatt -Lehrmeister

An Tagen, wo man vom Schmerz so niedergedrückt wird, dass man sich völlig geplättet, um nicht zu sagen: flunderflach*, fühlt, hilft eine Prise Lavendel-Badesalz. Einfach daran riechen und schon kommen aus dem Stammhirn die Sommertage in die Wahrnehmung geflogen.
Noch besser aber ist das Eintauchen in diese Lavendelsalzgeruchserinnerung: Bis zum Hals im heissen Bad versinken, Augen zu, tief einatmen, ganz langsam ausatmen und mit Glück beginnt sich der Schmerz in lavendelfarbene Sommerwolken aufzulösen.

Das Leben ist manchmal ein verbitterter Lehrmeister. Doch als die Evolution die Erinnerung erfand, hat sie uns auch die Möglichkeit geschenkt, in vergangenen Wohlgenuss neu einzutauchen.
Man nutzt diese Funktion nur leider viel zu selten.

Flunderflachsagt man hier bei uns, wenn man im Norden flundernplatt meint. Aber viel wichtiger zu wissen ist ja, dass die Flunder als Kaulquappe die Augen auf beiden Seiten des Kopfes hat und diese erst im Laufe ihrer Entwicklung zur Flachflunder auf eine Seite wandern (LINK).

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Bunker – Sommerblüten – bittersüß

„Raus, nichts wie raus hier! Ich ersticke noch in diesem Bunker!“ Ein Schrei, wütend und leicht hysterisch – aber nicht laut, nein, vollkommen tonlos, unausgesprochen, nur gedacht und in Gedanken … in sehr leisen Gedanken.

Denn schließlich weiß man ja, was sich gehört. Man rennt nicht einfach so raus aus einem Meeting, man brüllt seinen Chef nicht hysterisch an oder vergleicht den hellen, vollklimatisierten, ultramodernen Meetingraum mit einem Bunker.

Man atmet tief ein und aus, lächelt professionell und unterdrückt jeden Gedanken an Flucht, Sinn, Logik und Konsequenz dieses 08/15-Monday-Morning-Meetings, das genauso inhaltslos wie alle anderen davor verläuft. Eine Folter, mit der man die Zeit seiner Mitarbeiter tot schlägt, während draußen, im echten Leben die Sommerblumen blühen.

Idioten, lauter hirnamputierte Fachtrottel, die außer blasphemischem Bullshit nur machoiden Scheiß labbern und wirklich glauben, damit cool zu sein und ihre Position zu festigen,“ schrie sie in Gedanken.
Zeit, das zu beenden,“ dachte sie müde und erinnerte sich bittersüß, wie sehnsuchtsvoll sie sich früher gewünscht hatte, bei diesen Meetings dabei zu sein, damals, als sie nur den Kaffee servieren durfte und sofort wieder zu verschwinden hatte.

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Kellerdurchbruch – hermetisch – brandschatzen

Es bricht immer wieder durch. Da kann man noch so dicke Mauern bauen, jeden Durchgang und jede Lücke hermetisch versiegeln – es bricht immer wieder aus einem hervor und je mehr man versucht es einzusperren, umso heftiger wird es.
Da helfen keine Urschrei-Seminare, kein 1000faches Ohm, kein Wegbeten oder Ausräuchern, kein Trommeln, kein Singen, kein Tanzen oder Hare Krischna-Jodeln.

feuer4Es will raus aus seinem Verlies im Keller, mit aller Kraft, die es in sich trägt, und brandschatzen auf der leergedüngten Wiese aufgeklärter, künstlicher Gelassenheit, die wir uns gesellschaftlich haben aufdrängen lassen.

„Ich habe keine negativen Emotionen!“, schreit das, mit Gewalt oder bewusst erweiterte, Ober-Ich und meint, mit dem Negieren hat es das letzte Schlupfloch versiegelt und ab nun ist alles nur noch eitel Sonne, Wonne, Glück und Friedlichkeit.

feuer3Hämisch kichert es laut aus den unteren Tiefen des Bewusstseins und mit einem grollenden Lachen springt das Weggesperrte just dann hervor, wenn der Zeitpunkt absolut unpassend ist und man nie im Leben mit so einem Kellerdurchbruch gerechnet hätte.

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Liebesdrama auf der Pfannkuchen-Welt! #PfannkuchenArt

Während die meisten hier nur einen flachen Pfannkuchen sehen, den es zu füllen, rollen und vertilgen gilt, offenbart sich bei einem tieferen Blick eine geheimnisvolle Welt, auf der sich gerade  gehaltvolle Dramen abspielen.

Da wäre zum einen Sigbert, der Flachgrüne, der sich mit mehr Wunsch denn Tatkraft eine eigene Wolkenwelt schaffen wollte. Doch dabei kam er dem Herrn Tröger in die Quere, der als größter Wolkenherr die Mehrheit der geschmackvollen Braunblasen sein Eigen nennt. Und nebenbei eine ganz bezaubernde Tochter, Friedelunde mit Namen, hat.

Sigbert, der Flachgrüne, von der Präsenz des Herrn Tröger eingeschüchtert, senkte seinen Blick und verlor sich bis über seine grünen Grasfühler im Liebreiz Friedelundes – die ihrerseits völlig hingerissen war von dem, was sie da oben erblickte. Endlich war ein Ausweg aus des Vaters tröger Wolkenwelt in Sicht und dazu noch so ein schmucker Grünling! Das Mädchen musste sich setzen, so sehr wankten ihre Knie bei diesen wonnigen Aussichten. Was bei Sigbert wiederum Herzklopfen und entsprechende Gedankenwolken hervorrief.

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